Traumkinderzimmer: Die schönsten Gestaltungsideen

Katherina Kavouridis

Von Katherina Kavouridis
Autorin für PUKY seit 2022

Versuch doch mal, dich an dein altes Kinderzimmer zu erinnern – hattest du vielleicht ein Hochbett? Eine Bordüre mit Blumen oder Clowns an den Wänden? Leuchtsterne an der Decke? Eine kleine gemütliche Kuschelecke oder lauter Poster an der Wand?  

Das Kinderzimmer ist ein Rückzugsort. Ein Ort, an dem der Fantasie freien Lauf gelassen und sich wohl und geborgen gefühlt werden darf. Und genau deshalb ist es wichtig, dass sich unsere Kids in ihren eigenen vier Wänden wohlfühlen können.  

Tolle Inspirationen, Ideen und Einrichtungstipps, mit denen du das Kinderzimmer deines Schützlings ganz easy in ein Platzwunder verwandeln kannst, findest du hier. 

Das Einrichten des Babyzimmers ist DAS Highlight während der Schwangerschaft. Der Nestbautrieb und die Hormone haben dich voll im Griff und lassen dich an Kreativität und Motivation übersprudeln, da du in diese kleine Wohlfühloase all die Liebe steckst, die du schon jetzt für dein kleines, ungeborenes Wunder empfindest. Dieses Zimmer wird euch beim Großwerden begleiten und sich bestimmt noch einige Male mit den Ansprüchen des Nachwuchses altersentsprechend verändern.

Dabei solltest du jedoch nie vergessen, dass die eigenen vier Wände eine große Bedeutung für deinen Nachwuchs haben. Dort wird gespielt und gebastelt, getanzt und gesungen, geweint und gekuschelt und so viel mehr – kein Wunder, dass es in diesem besonderen Raum ruhig etwas außergewöhnlicher aussehen darf als vielleicht im Rest der Wohnung.  

Kinderzimmer einrichten: Worauf sollte ich achten? 

Grundsätzlich können dein Kind und du frei entscheiden, wie ihr das zur Verfügung stehende Zimmer gestalten und einrichten möchtet. Besucht hierzu gerne das ein oder andere Möbelgeschäft, um euch inspirieren zu lassen und euch einen Überblick über Möglichkeiten, aber auch Preise zu verschaffen. Auch Social Media Plattformen wie Instagram oder Pinterest können euch als Inspirationsquelle dienen. Vielleicht hat dein Kind aber auch schon mal vom Kinderzimmer eines Spielkameraden geschwärmt? Der Austausch mit Eltern kann euch ebenfalls bei euren Überlegungen helfen.  

Oftmals sind Kinderzimmer überfüllt mit Kuscheltieren und Spielen und können so zur Reizüberflutung führen. Achte deshalb darauf, zwar genügend Stauraum für allerhand Utensilien einzuplanen, das Zimmer aber nicht mit Möbeln, Schränken und Spielsachen zu überfrachten. Schließlich soll dein Kind auch noch Platz zum Bewegen und Toben haben, stimmt's?  

Um es gemütlich zu machen, kannst du auf verschiedene Textilien setzen. Ein schöner bunter Teppich, Kissen mit Tierprints und bodenlange Vorhänge bringen im Nullkommanichts Gemütlichkeit ins Zimmer und können gleich dazu zum fantasievollen Spielen einladen – da wird der Teppich doch glatt zur Pferdekoppel und der Vorhang zu einem Geheimversteck.

 

Günstige Tipps mit großer Wirkung

Du möchtest das Zimmer deines Nachwuchses verändern, aber nicht zu viel Geld investieren? Auch mit ein paar kleineren Handgriffen lässt sich eine große Wirkung erzielen:

  • Betthimmel
    Mit einem Betthimmel kann dein Kind nicht nur geborgen einschlafen; er verleiht dem Kinderzimmer auch ruckzuck einen gemütlichen Look und schützt im Sommer vor dem ein oder anderen Insekt.

  • Wandtattoos
    Du bist selbst nicht die Künstlerin und traust dir nicht zu, das ein oder andere schöne Motiv an die Wand zu malen? Kein Problem. Es gibt zahlreiche Wandtattoos mit unzähligen Motiven - kostengünstig, leicht anzubringen und einfach schön!

  • Tafelfarbe/-folie
    Wie wäre es mit einer großen Tafel, an der sich dein Kind jederzeit künstlerisch austoben kann? Mit Hilfe von Tafelfarbe oder -folie, kannst du eine echte Tafel an die Wand oder Tür zaubern, die mit bunter Kreide so manches Kunstwerk zieren wird. 

Kinderzimmer Junge vs. Kinderzimmer Mädchen

Die scheinbar alles entscheidende Frage: Wie muss ein Kinderzimmer für einen Jungen und wie muss das Kinderzimmer für ein Mädchen aussehen? Na, ganz einfach. Hier gibt es keine Regeln! Es gilt, besonders herauszufinden, welche Gestaltung sich dein Kind wünscht. Ob blau, pink, gelb, grün oder rot – nicht jeder Junge möchte ein klischeehaftes blaues Zimmer mit Rennauto-Motto und nicht jedes Mädchen wünscht sich einen Traum in Rosa.

Versuche stattdessen, die Interessen deines Kindes herauszufinden und das Zimmer dahingehend zu gestalten. Das sorgt nicht nur dafür, dass sich dein Kind später auch richtig wohlfühlt, sondern kann auch Talente sowie Interessen fördern. Hat das Kinderzimmer vielleicht sogar mehrere Bewohner, solltest du einen Kompromiss für verschiedenen Altersklassen und Geschlechter finden. Kleiner Tipp: Das Kinderzimmer wird durch Spielsachen meist sowieso schon bunt genug; gehe mit der Wandfarbe also lieber etwas dezenter um und setze später durch Accessoires entsprechende Akzente – mit einem neutralen Look können sich Geschwisterkinder den Raum hervorragend teilen, ohne dass es große Unstimmigkeiten bzgl. der Gestaltung gibt.

 

Montessori: "Hilf mir, es selbst zu tun!"

Sicherlich hast du schon mal etwas von Montessori gehört. Diese Pädagogik nach Maria Montessori wird immer beliebter, sodass sich verschiedene Teile ihres Konzeptes auch in immer mehr Krippen, Kitas und Schulen wiederfinden. Aber warum?

Kurz zusammengefasst sollen Kinder durch das Montessori-Konzept dazu ermächtigt werden, Aufgaben selbst zu meistern, die sonst wir Eltern schnell für sie übernehmen würden. Zwar nimmt das in der Regel mehr Zeit in Anspruch, allerdings werden unsere Kids dadurch eigenständiger und selbstbewusster.

Kann ich dieses Konzept auch zu Hause umsetzen? Aber klar! Der Umgebung kommt bei der Montessori-Pädagogik eine große Bedeutung zu, da die Kinder eigenständig von und in ihrem Umfeld lernen sollen. Hier ein paar grundlegende Einrichtungsregeln für ein Montessori-Kinderzimmer.

  • Freie Zugänglichkeit
    Dein Kind sollte selbst an alle wichtigen Utensilien drankommen. Versetze dich dabei in die Sicht deines Kindes: An was kommt es nicht selbstständig heran? So kann ein Tritthocker dabei helfen den Lichtschalter selbst zu betätigen oder eine Schlaufe an den Schrankknäufen das selbstständige Öffnen der Schranktüren ermöglichen. Idealerweise sind alle Möbel nur so groß wie dein Kind – sind sie größer, werden eben nur die Schubladen oder Regale befüllt, an die dein Kind herankommt.

  • Natürliche Materialien
    Montessori-typische Spielzeuge bestehen aus sehr realitätsnahen und natürlichen Materialien. Somit kann dein Kind die Umwelt besser wahrnehmen und verstehen – nachhaltiger ist es zudem auch.

  • Strukturierte Aufteilung
    Damit das Kinderzimmer übersichtlich wird, kannst du es in einzelne Bereiche aufteilen: Wo kann sich dein Kind ausruhen, wo lernen, spielen oder Ordnung halten? Je strukturierter das Zimmer ist, desto einfacher fällt es deinem Kind sich darin zurechtzufinden.

5 außergewöhnliche Ideen für das Kinderzimmer

Ihr habt euch schon für eine Farbe entschieden, euch fehlt aber noch das gewisse Extra? Dann haben wir genau die richtigen und ziemlich außergewöhnlichen Ideen für euch. Damit wird das Kinderzimmer zum absoluten Highlight und lädt zum spielerischen Verweilen ein.

  • Rutsche
    Na, was sollen wir sagen? Rutschen geht immer – und jetzt auch im Kinderzimmer. Egal, ob vom Hochbett oder als einfache Indoor-Rutsche. Bereite deinem Kind eine riesige Freue und integriere eine Rutsche in das Kinderzimmer. Je nachdem, für welches Material ihr euch entscheidet, kann die Rutsche im Sommer auch den Weg in den Garten finden – auf die Plätze, fertig, los!


  • Hängematte/-höhle
    Schaukeln macht mordsmäßig Spaß, kann aber auch beruhigend wirken. Eine Hängehöhle oder -matte sind ideale Rückzugsorte für unsere kleinen Wirbelwinde. Hier können sie im wahrsten Sinne des Wortes mal so richtig abhängen!

  • Kletterwand
    Dir ist die Sprossenwand noch nicht genug? Dann verwandle das Kinderzimmer doch in eine kleine Kletterhalle. Mit Kletterwänden förderst du die motorische Entwicklung deines Kindes und kannst dank flexibler Klettergriffe für immer neue Routen sorgen. Achte allerdings darauf, eine dicke Matte als Schutz auf den Boden zu legen. Sollte es doch mal zu einem kleinen Absturz kommen, bleibt ihr vor ernsthafteren Blessuren geschützt.


  • Bällebad
    Ein ganzer Pool voller Bälle – da ist der Spaß doch vorprogrammiert! Mit einem Bällebad bringst du Abwechslung ins Kinderzimmer. Durch die bunten Bälle wird zudem die Entwicklung der sensorischen und motorischen sowie visuellen Fähigkeiten deines Kindes unterstützt. Gleichzeitig trainieren die Bälle die Griffkraft unserer jüngsten Zöglinge.


  • Ausmaltapete / Papierabroller
    Erinnerst du dich noch an Mandalas? Nur allzu gerne werden Kinder mit den vorgefertigten Schablonen kreativ – und gleichzeitig fördert das Ausmalen der verschiedenen Motive die Feinmotorik unserer Kids. Mit einer Kindertapete zum Ausmalen dürfen sich unsere kleinen Künstler an der Wand austoben und die Welt um sich herum selbst gestalten. Eine ganze Tapete ist dir zu viel? Eine Alternative ist ein Papierabroller. Dieser wird ganz einfach an die Wand angebracht und spendet unseren kreativen Köpfen immer wieder neues Papier für allerhand Kunstwerke. 

  • Magnetwand
    Magnete sind wie gemacht für unsere Kids – einfach anzubringen und individuell einsetzbar. Mit einer Magnetwand setzt du ein Highlight im Kinderzimmer. Hier kann mit verschiedenen Magnetformen wie z. B. Tieren, Buchstaben, Zahlen oder Formen experimentiert werden. Zudem kann die Magnetwand auch dazu dienen, die eigenen Kunstwerke anzuheften und Besuchern zu präsentieren.

Stauraum geht immer!


„Hilfe, ich habe keinen Platz mehr für Spielsachen und Co.!" – Zugegeben, in einem Kinderzimmer türmen sich unzählige Sachen. Je nach Größe kann es da ganz schön schwierig werden, alles gut unterzubekommen. Zudem sollen Spielsachen und Co. weiterhin gut zugänglich für unsere Kids sein. Hier sind unsere top 4 Tipps, um Ordnung zu halten und Platz zu nutzen:

 

1) Dachschrägen ausnutzen
Euer Kinderzimmer hat Dachschrägen? Das macht es schon mal sehr gemütlich. Allerdings ist es oft schwierig, die Fläche unter der Schräge richtig zu nutzen – je nachdem, wie hoch der Kniestock ist. Hier empfehlen wir dir, den Platz mithilfe von Einbauschränken voll auszunutzen. Diese sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, können bei schlichter Optik aber auch im Jugendzimmer noch Verwendung finden.

 

2) Versteckten Platz nutzen

Haltet nach Möbeln Ausschau, die integrierte Aufbewahrungsmöglichkeiten bieten. Beispielsweise ein Bettkasten, in dem Spielzeug und Kleidung oder ein Schreibtisch, in dem Mal- und Bastelzeug untergebracht werden kann. Auch deckenhohe Schränke ermöglichen den nötigen Platz, um z. B. Bettzeug zu lagern. Ein Ausziehbett kann ebenfalls Sinn machen – so kannst du problemlos ins Kinderzimmer ziehen, falls es die Kleinen mal wieder erwischt hat oder hast direkt einem Schlafplatz für Oma oder Freunde parat.

 

3) Hochbett für mehr Bewegungsfreiheit
Euer Kinderzimmer ist sehr eng, aber hoch? Dann ist ein Hochbett oder eine eingezogene zweite Etage möglicherweise die perfekte Wahl für euch. Damit wird der Schlafplatz in die Luft verfrachtet und der darunterliegende Platz kann beispielsweise für eine Kuschelecke oder für einen Maltisch dienen. Kleiner Tipp: Hochbetten gibt es auch mit integrierter Rutsche oder Treppenstufen, in denen Schubladen installiert sind.

 

4) Luftige Wandschränke
Geschlossene Wandschränke oder Bücherregale ermöglichen euch die Nutzung von Wandflächen und halten somit den Boden zum Spielen oder für andere Möbel frei. Hier lagert ihr jedoch am besten Utensilien, die nicht allzu oft im Gebrauch sind – durch die Höhe wird dein Kind unter Umständen deine Hilfe benötigen, um an die Utensilien zu gelangen.

Kinderzimmer: Es gibt kein Richtig oder Falsch

Na, wer sagt‘s denn – die Gestaltung eines Kinderzimmers ist also gar nicht so kompliziert, wie du vielleicht im ersten Moment gedacht hast, oder? Letztendlich gibt es hier kein Richtig oder Falsch. Es kommt ganz auf den Geschmack und die Wünsche deines Kindes und natürlich auch auf die Größe deines Geldbeutels an. Natürlich lassen sich mit einigen hunderten Euros absolute Kinderzimmerträume realisieren. Doch auch mit einem kleinen Budget kannst du das Kinderzimmer in kürzester Zeit in einen echten Hingucker verwandeln.

Bedenke dabei auch immer, dass sich die Persönlichkeit deines Kindes wahnsinnig schnell entwickelt. Was heute noch begeistert, kann morgen schon wieder langweilig sein. Wir raten dir deshalb dazu, zeitlose Möbel zu verwenden. Diese kannst du mit einfachen Hilfsmitteln immer wieder neu in Szene setzen. Damit kann sich das Kinderzimmer den Wünschen und Bedürfnissen der Kids anpassen und quasi "mitwachsen", bis irgendwann die große Veränderung zum Jugendzimmer vor der Tür steht – aber bis dahin dauert es ja zum Glück noch eine ganze Weile.

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